Was macht eine Praxis für Paartherapie nach Affären?
Paartherapie nach einer Affäre begleitet ein Paar, nachdem Untreue bekannt geworden ist: bei der Bewältigung der akuten Krise, beim Verstehen, wie es dazu kam, und bei der Entscheidung, ob und wie Vertrauen wieder aufgebaut werden kann.
Eine Affäre, Fremdgehen oder ein anderer schwerer Vertrauensbruch ist ein typischer Anlass, eine Paartherapie zu suchen. Die erste Zeit ist oft von Schock, Wut, Schlaflosigkeit und quälenden Fragen geprägt. Gute Fachpersonen strukturieren diese Phase: Sie sorgen dafür, dass Gespräche nicht eskalieren, klären, ob die Affäre beendet ist, und schaffen Raum für den Schmerz des verletzten Partners, ohne den anderen zu verurteilen.
Später geht es um das Verstehen und um die Zukunft: Was hat die Beziehung vor der Affäre geprägt? Was braucht es, damit Vertrauen wieder wachsen kann – und ist das für beide überhaupt das Ziel? Paartherapeutische Ansätze wie die Emotionsfokussierte Paartherapie oder die Gottman-Methode haben eigene Vorgehensweisen für diese Situation entwickelt. Eine Paartherapie kann auch zum Ergebnis führen, dass sich das Paar möglichst fair trennt.
Wenn die Krise einen Partner so stark belastet, dass er kaum mehr funktioniert, kann eine begleitende Einzeltherapie sinnvoll sein. In akuten seelischen Notlagen hilft die Dargebotene Hand rund um die Uhr unter 143.
Kosten und Abrechnung
Paartherapie nach einer Affäre wird wie jede Paartherapie pro Sitzung verrechnet. In der akuten Phase sind häufigere oder längere Sitzungen üblich, was die Kosten erhöht. Die Grundversicherung zahlt nur, wenn eine psychische Erkrankung behandelt wird; eine Beziehungskrise allein genügt nicht. Details im Ratgeber «Was kostet eine Paartherapie in der Schweiz».