Familientherapie

9 Praxen für Familientherapie in der Schweiz im Überblick – mit Leistungen, Standorten und Kontaktangaben aus öffentlich prüfbaren Quellen.

Karte der Schweiz Lausanne: 2 Praxen für Familientherapie; Genf: 1 Praxis für Familientherapie; Bern: 1 Praxis für Familientherapie; Chur: 1 Praxis für Familientherapie; Luzern: 2 Praxen für Familientherapie; Zürich: 1 Praxis für Familientherapie; Baden: 1 Praxis für Familientherapie Lausanne 2 Lausanne: 2 Praxen für Familientherapie Luzern 2 Luzern: 2 Praxen für Familientherapie Genf: 1 Praxis für Familientherapie Bern: 1 Praxis für Familientherapie Chur: 1 Praxis für Familientherapie Zürich: 1 Praxis für Familientherapie Baden: 1 Praxis für Familientherapie
Fläche der Punkte proportional zur Anzahl Praxen für Familientherapie am Ort. Gezählt werden Hauptsitze und weitere Standorte. Geodaten: swisstopo.

Alle Praxen für Familientherapie in der Schweiz

9 Einträge, alphabetisch

Was macht eine Praxis für Familientherapie?

Familientherapie ist eine Form der Psychotherapie, in der mehrere Familienmitglieder gemeinsam an Konflikten, Belastungen und Beziehungsmustern arbeiten, statt nur eine Person zu behandeln.

Wenn ein Kind Verhaltensauffälligkeiten zeigt, Jugendliche sich zurückziehen, Eltern nach einer Trennung nicht mehr miteinander reden oder in einer Patchworkfamilie Spannungen entstehen, liegt die Lösung selten bei einer Person allein. Familientherapie bezieht deshalb die Menschen ein, die zusammenleben oder füreinander wichtig sind – Eltern, Kinder, Stiefeltern, manchmal Grosseltern.

Die meisten Familientherapeutinnen arbeiten systemisch: Sie verstehen Probleme als Ausdruck von Beziehungsmustern und Regeln in der Familie und suchen nach Veränderungen, die für alle tragbar sind. Die Krankenpflege-Leistungsverordnung nennt die Familientherapie ausdrücklich als mögliche Form der Psychotherapie (Art. 2 KLV).

Für Kinder und Jugendliche kann auch eine Ärztin oder ein Arzt für Kinder- und Jugendmedizin oder für Kinder- und Jugendpsychiatrie die psychologische Psychotherapie anordnen (Art. 11b KLV). Familienberatungsstellen und Erziehungsberatungen der Kantone und Gemeinden sind oft eine niederschwellige erste Anlaufstelle.

Kosten und Abrechnung

Familientherapie kann – bei einer psychischen Erkrankung eines Familienmitglieds und mit ärztlicher Anordnung – bei zugelassenen Fachpersonen über die Grundversicherung abgerechnet werden; pro Anordnung sind höchstens 15 Sitzungen gedeckt. Sonst ist sie Selbstzahlerleistung, an der sich manche Zusatzversicherungen beteiligen. Längere Sitzungen mit mehreren Personen und Co-Therapie erhöhen die Kosten.

Typische Leistungen

  • Gemeinsames Erstgespräch mit den Beteiligten
  • Klärung der Anliegen aus Sicht jedes Familienmitglieds
  • Sitzungen in wechselnder Zusammensetzung: ganze Familie, Eltern, Geschwister
  • Begleitung von Patchworkfamilien und Familien nach Trennung
  • Unterstützung der Eltern in ihrer Rolle, auch wenn sie getrennt leben
  • Zusammenarbeit mit Schule, Kinderärztin oder Kinder- und Jugendpsychiatrie, wenn gewünscht

Woran Sie eine gute Praxis für Familientherapie erkennen

  • Weiterbildung in systemischer Therapie oder Familientherapie ist ausgewiesen
  • Erfahrung mit Kindern und Jugendlichen im Alter Ihrer Kinder
  • Bezieht alle Beteiligten ein, ohne ein Familienmitglied zum «Problem» zu machen
  • Klare Regeln zur Schweigepflicht, auch gegenüber Jugendlichen
  • Transparente Abrechnung, inklusive Möglichkeit der Grundversicherung bei ärztlicher Anordnung

Nach Standort

Gezählt werden Hauptsitze und weitere Standorte. Eine eigene Seite gibt es ab 3 Einträgen in einer Stadt; die übrigen Orte öffnen die gefilterte Liste.

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Ratgeber

Häufige Fragen zum Thema Familientherapie

Was unterscheidet Familientherapie von Paartherapie?
In der Paartherapie arbeiten die beiden Partner an ihrer Beziehung. In der Familientherapie sind weitere Familienmitglieder dabei, etwa Kinder oder Stiefeltern, und es geht um die Muster in der ganzen Familie. Die KLV nennt beide als mögliche Formen der Psychotherapie (Art. 2 KLV). Viele Fachpersonen bieten beides an.
Wer muss bei der Familientherapie dabei sein?
Das wird gemeinsam entschieden. Oft beginnt man mit allen, die zusammenleben, und arbeitet später auch in kleineren Runden, etwa nur mit den Eltern.
Zahlt die Krankenkasse eine Familientherapie?
Die Grundversicherung kann die Kosten übernehmen, wenn eine psychische Erkrankung behandelt wird und – bei psychologischen Psychotherapeutinnen – eine ärztliche Anordnung vorliegt. Sonst zahlen Sie selbst oder mit Beteiligung der Zusatzversicherung.
Was ist systemische Therapie?
Ein Therapieansatz, der Probleme im Zusammenhang mit Beziehungen und Mustern im sozialen Umfeld betrachtet. Er ist in der Familien- und Paartherapie verbreitet.
Ist Familientherapie auch nach einer Trennung sinnvoll?
Ja, besonders wenn Kinder unter dem Konflikt der Eltern leiden. Geht es um konkrete Regelungen wie Betreuung und Unterhalt, ist eine Mediation oft das passendere Format.